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Projekt
Neonatologie in Keren
Konfrontiert mit den
Gegebenheiten in der zweitgrößten Stadt Eritreas 90 km nördlich der Hauptstadt
Asmara wurde mir deutlich, dass ich mich an dem schon länger angedachten Projekt, dort eine Verbesserung
der Kindermedizin speziell im Neu-
und Frühgeborenenbereich zu erreichen, unbedingt intensiv beteiligen müsse. Schnell war daheim
in Lippstadt eine sechsköpfige Truppe von Kinderkrankenschwestern
gefunden, mit denen ich als Chefarzt in der Kindermedizin
und speziell im neonatologischen Bereich jahrelang zusammengearbeitet habe, die unbedingt sofort mitarbeiten wollten.
Der Weg:
Kinderkrankenschwestern
und Ärzte fahren nach Keren.
In die Stadt „Keren“ konnte ich Dr. Peter Schwidtal, den
Projektleiter für Eritrea schon seit vielen Jahren, begleiten und mich von den völlig unzureichenden Bedingungen für die annähernd ausreichende medizinische Versorgung kranker Neugeborener und Frühgeborener selbst
überzeugen.
Wie es begann :
Herbst 2009 mit Dr. Peter
Schwidtal, Dr. Leul,
Dr. Ulf Bauer, und Dr. Matthias Röbbelen
Das Hospital in Keren mit Abteilungen für Geburtshilfe und
für Kinderheilkunde
versorgte mit wenigen Ärzten noch ohne Kinderarzt
mit nur einer Geburtshelferin in einerRegion mit 1,5 Mill. Einwohnern etwa 2500 – 3000 Klinikgeburten und etwa 500 –600 Frühgeborene und kranke Neugeborene
pro Jahr. Ohne jegliche strukturelle, materielle und personelle
Vorraussetzungen hatten diese Kinder keinerlei Chancen.
Das Ziel :
Frühgeborene in Keren haben Chancen wie solche
die in Asmara zur Welt kommen.
Sogleich reiften Pläne, eine ursprünglich angedachte kleine neonatologische Intensiveinheit der
Geburtsklinik dicht anzugliedern und dazu einen Opertionsraum für
Kaiserschnitte zu bauen, um das Projekt, wenn schon begonnen, effektiv zu
gestalten. Mit dieser Tür an Tür Version könnte eine wirklich nutzbringende
Verbesserung erreicht werden.
Letztlich ist der derzeitige Plan, auf dem vom Gouverneur der Region angebotenem freien
Gelände direkt neben dem Hospital eine separate neue Geburtsklinik mit Kaiserschnitt-Operationsraum und
neonatologischer Intensivstation, ähnlich wie sie in der Hauptstadt Asmara
schon vorhanden ist, zu errichten. Dieses Projekt als Tür an Tür Version der beiden
beteiligten medizinischen Disziplinen ist optimal, zugleich zukunftsträchtig
und könnte ein Provisorium mit immer neuen Ausbaunotwendigkeiten und letztlich
doch wiederholten Neuanfängen vermeiden.
Das in Eritrea (siehe HNO-Klinik) bereits erfahrene Architektenehepaar Chiristiane Meerkamm-Glahn und Achim Glahn
haben beeindruckende Pläne erstellt. Diese, mit den einheimischen Ärzten und
den deutschen Helfern (der bekannte Gynäkologe und Geburtshelfer Professor
Dr. Wolfgang Holzgreve wurde für die Planung des
geburtshilflichen Projektteils gewonnen)
abgestimmt, harren ihrer Vollendung bei unserer guten
Hoffnung, die Finanzierung zu erreichen.
Glücklicherweise arbeitet seit
zwei Monaten im Kerener Krankenhaus ein in Eritrea ausgebildeter einheimischer Kinderarzt, den wir schon aus Asmara kannten.
So fing es an:
Kinderarzt
Meroni mit S. Laila und S. Gisela im
April 2010 in Keren
Von seinem hohen Engagement
konnten wir uns im April vor Ort überzeugen. Mit zwei weiteren Kinderärzten aus Deutschland, Dr Matthias Röbbelen
und Dr. Bodo Hage und den Kinderkrankenschwesetrn
aus Lippstadt haben wir uns entschlossen, unter diesen Gegebenheiten sofort
auch die allgemeine Kindemedizin im
Kerener Hospital zu unterstützen und bis zur Vollendung des oben beschriebenen
Projektes eine provisorische kleine neonatologische Einheit materiell und strukturell so
aufzubauen, dass schon jetzt vielen Neu- und Frühgeborenen geholfen werden
kann. Die notwendigen Materialien, Geräte und Medikamente sind bereits
beschafft und sollen im Herbst installiert und mit unserer Mithilfe an den
Patienten zum Einsatz kommen.
Was machen wir zusammen :
Planung mit Klinikdirektor Dr.Leul und Dr. Meroni
im April 2010
Besonders die Tatsche, dass das Gesundheitsministerium
in Eritrea einen Kinderarzt in Keren placiert hat, ermöglicht es, bei schon
vorhandener Geburtshelferin, für dieses Projekt sehr optimistisch in die
Zukunft zu schau
Dr. Rainer Uhlig (Projektleiter Neonatologie in Keren) 09.06.2010
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